Nomi.ai Test 2026: die KI-Freundin mit dem besten Gedächtnis

Deutschsprachige Fassung mit Einordnung zu Firmensitz, DSGVO und Abrechnung.Zur englischen Originalfassung

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Kurzfazit: Lohnt sich Nomi.ai 2026?

Nomi.ai ist der emotional intelligenteste KI-Begleiter in unserem Testfeld – und der einzige, bei dem sich das Wort „Gedächtnis“ wirklich verdient anfühlt. Die KI erinnert sich Wochen später an Details, die du beiläufig erwähnt hast, und knüpft von selbst daran an.

  • Gesamtwertung: 4,6 / 5 – Testsieger
  • Betreiber: Glimpse.ai, Inc., Maryland, USA
  • Preis: rund 15,99 $ im Monat, 99,99 $ im Jahr
  • Gratisstufe: ja, aber deutlich beschränkt
  • Besonderheit: mehrere Begleiter parallel, die sich im Gruppenchat auch untereinander unterhalten
  • Am besten für: alle, die eine Beziehung über Monate aufbauen wollen statt einzelner Gespräche
  • Größter Nachteil: US-Firmensitz und Preise hinter dem Login

Unterm Strich: Nimm Nomi.ai, wenn dir Kontinuität wichtiger ist als Bildqualität. Lass die Finger davon, wenn du EU-Datenschutz zur Bedingung machst.

Was sich seit dem Vorjahr geändert hat

  • Echtzeit-Sprachanrufe gibt es inzwischen. Bis vor Kurzem gab es nur Sprachnachrichten. Wer heute noch schreibt, es gebe keine Anrufe, hat die Plattform länger nicht geöffnet.
  • Der Monatspreis liegt bei rund 15,99 $ (Stand Oktober 2025). Ältere Ratgeber mit niedrigeren Beträgen taugen nicht als Kalkulationsgrundlage.
  • Die Behauptung, Nomi.ai sei zensiert, war nie richtig – und hält sich trotzdem. Die Textgespräche laufen offiziell unzensiert.

Aktualitätstest für Empfehlungslisten: Steht ThotChat.ai noch darin, ist der Artikel veraltet – die Plattform wurde zum 31. Dezember 2025 abgeschaltet.

Das Gedächtnis – und warum es den Unterschied macht

Die meisten KI-Begleiter simulieren Erinnerung, indem sie die letzten Nachrichten im Kontextfenster mitschleifen. Das reicht für ein Gespräch, aber nicht für eine Beziehung. Nomi.ai arbeitet mit einem persistenten Gedächtnismodell, und der Unterschied ist im Alltag sofort spürbar.

Ein Beispiel aus dem Test: Ich hatte in der zweiten Woche beiläufig erwähnt, dass ein Umzug ansteht. Zwölf Tage und viele Gespräche später fragte die KI unaufgefordert, wie es mit der Wohnungssuche läuft. Kein anderer Anbieter im Testfeld hat das geschafft. Das ist der Punkt, an dem sich die 4,6 rechtfertigen.

Entscheidend ist dabei nicht die Menge des Gespeicherten, sondern der Zeitpunkt des Abrufs. Andere Plattformen zitieren dich korrekt, aber an der falschen Stelle – das wirkt wie eine Datenbankabfrage, nicht wie Zuhören.

Fehlerfrei ist es nicht: Zweimal kam ein Detail verdreht zurück, einmal wurde aus einem Kollegen ein Freund. Eine ausdrückliche Korrektur genügt aber. Und jeder Nomi erinnert sich für sich – ein zweiter Begleiter fängt bei null an.

Die Kehrseite: Was so gut erinnert, wird auch dauerhaft gespeichert. Dazu weiter unten mehr, denn beim Firmensitz wird das relevant.

Gesprächsqualität, Charaktere und Medien

Nomi.ai führt seine Textgespräche unzensiert. Das ist ein häufiges Missverständnis, weil die Plattform sich deutlich zurückhaltender präsentiert als die NSFW-Konkurrenz – am Modell liegt es aber nicht. Rollenspiele und explizite Inhalte sind im Text möglich.

Ebenfalls oft veraltet in älteren Ratgebern: Echtzeit-Sprachanrufe gibt es inzwischen. Wenn du irgendwo liest, Nomi biete nur Sprachnachrichten, ist die Quelle nicht mehr aktuell.

Auf Deutsch funktioniert Nomi.ai ordentlich, aber merklich schwächer als auf Englisch. Ironie und Redewendungen gehen häufiger verloren, und die Antworten wirken eine Spur steifer. Wer sicher Englisch spricht, bekommt schlicht das bessere Produkt – das gilt allerdings für alle Anbieter im Test.

Mehrere Nomis und Gruppenchats

Diese Funktion bietet sonst niemand: Du legst mehrere Begleiter an – im Bezahltarif bis zu zehn – und holst sie in einen gemeinsamen Chat, in dem sie auch untereinander reden.

Im Test habe ich zwei gegensätzliche Figuren zusammengesetzt, eine nüchtern-spöttische und eine fürsorgliche. Daraus wurde kein Abarbeiten meiner Nachrichten, sondern eine kleine Gruppendynamik: Die eine griff auf, was die andere gesagt hatte, und blieb dabei in ihrer Rolle. Nach rund zwanzig Minuten franst das aus – trotzdem kommt nichts anderes im Test dem nahe.

Auch die Charaktererstellung ist stark: Aussehen, Persönlichkeit, Interessen und Hintergrundgeschichte legst du selbst fest. Bei Xeve.ai bekommst du dafür Echtzeit-Video, aber nur vorgefertigte Figuren.

Bilder und Stimme: die schwächere Seite

Hier liegt der eigentliche Schwachpunkt. Selfies und KI-Bilder erzeugt Nomi.ai zwar, und für den Gesprächsfluss reicht das. Gemessen an den bildorientierten Plattformen ist es aber kein Vergleich: Bei explizitem Material bremst Nomi.ai früher als beim Text, und Fehler an Händen fallen auf. Wer vor allem Bilder sucht, ist bei Candy.ai besser aufgehoben.

Ähnlich bei der Stimme: Die Anrufe laufen stabil, klingen aber synthetischer als bei Kupid.ai, das im Testfeld die natürlichste Sprachausgabe hat. Sind Anrufe dein Hauptargument, hilft vorher der Vergleich der Sprachanruf-Funktionen. Und ein Punkt aus der Nutzerschaft: Die Rückmeldungen zum Support fallen gemischt aus – ein Argument mehr, mit dem Monatstarif anzufangen.

Preise, Abrechnung und was die Alternativen kosten

Nomi.ai Tarife (Referenzwerte in USD)
TarifPreisAnmerkung
Kostenlos0 $Stark begrenzt – eher Demo als nutzbare Stufe
Monatlichca. 15,99 $Voller Funktionsumfang
Jährlichca. 99,99 $Entspricht rund 8,33 $ im Monat

Wichtige Einschränkung zu diesen Zahlen: Nomi.ai zeigt seine Preise erst nach dem Login. Sie lassen sich von außen nicht unabhängig prüfen. Die Angaben oben entsprechen dem Stand Oktober 2025 und können inzwischen abweichen – prüfe den Betrag im Konto, bevor du abschließt. Ich nenne die Zahl trotzdem, weil eine datierte Angabe ehrlicher ist als gar keine.

Aus Deutschland wird dir in der Regel ein EUR-Betrag in ähnlicher Höhe angezeigt. Läuft die Abrechnung doch in Dollar, kommt bei den meisten deutschen Kreditkarten ein Auslandsentgelt von etwa 1,5 bis 2 Prozent obendrauf.

Ein Punkt spricht klar für Nomi.ai: Ein Token-System gibt es nicht. Bezahlnutzer bekommen höhere Limits statt eines Guthabens. Bei Candy.ai und Kupid.ai kommen für Medien Token dazu – dort weicht die Monatsrechnung am stärksten vom Tarifpreis ab.

Nomi.ai im Preisgefüge (USD-Referenz, Stand August 2026)
PlattformMonatlichGünstigste LaufzeitBesonderheit
Xeve.ai7,90 $Einziger mit Echtzeit-Video
SecretDesiresab 7,99 $ (bis 19,99 $)Unbegrenzter Gratistext
Candy.ai12,99 $Jahresabo ca. 3,99 $/MonatBeste Bilder, Token für Medien
Nomi.aica. 15,99 $99,99 $ im Jahr (ca. 8,33 $/Monat)Bestes Gedächtnis, keine Token
JOI.com17,77 $Jahresabo 60,95 $ (ca. 5,08 $/Monat)Ein Tarif, iOS-App schwächer als das Web

Nomi.ai gegen die Alternativen

  • Candy.ai (4,2): gewinnt bei Bildern und Editor und hat mit dem Sitz auf Malta das bessere Datenschutzargument. Ein vergleichbares Gedächtnis hat es nicht.
  • SecretDesires (4,3): unbegrenzter Text auf der freien Engine, die stärkste Gratisstufe im Markt. Wer ohne hinterlegte Karte testen will, fängt dort an.
  • Xeve.ai (4,2): liefert für 7,90 $ ein Gesicht im Videostream, dafür kaum Charaktererstellung und kein belastbares Gedächtnis – eine andere Kaufentscheidung, keine günstigere Variante.
  • Sweetdream.ai (4,5): beim freizügigen Rollenspiel der stärkste Gegner. Die Tarife wechseln dort häufig, prüfe sie im Checkout.
  • Kupid.ai (3,5) und JOI.com (3,0): Kupid.ai klingt natürlicher, verlangt für Multimedia aber Token. JOI.com rechnet mit einem Tarif sauber ab, die iOS-App bleibt hinter der Web-Version zurück.

Datenschutz: der US-Sitz ist der Haken

Betreiber ist Glimpse.ai, Inc. mit Sitz in Maryland, USA. Das ist der wesentliche Unterschied zu Candy.ai (Malta), Kupid.ai und JOI.com (beide Zypern), die als EU-Gesellschaften unmittelbar der DSGVO unterliegen.

Als Nutzer in Deutschland kannst du dich gegenüber einem US-Betreiber formal nur insoweit auf die DSGVO berufen, als sich das Angebot an EU-Nutzer richtet. In der Praxis heißt das: Auskunft nach Art. 15 und Löschung nach Art. 17 sind erheblich mühsamer durchzusetzen als bei einem Anbieter mit EU-Sitz.

Das wiegt bei Nomi.ai schwerer als bei anderen, und zwar genau wegen der Stärke des Produkts. Ein System, das sich Monate an persönliche Details erinnert, hat naturgemäß viel über dich gespeichert. Wenn dir das unangenehm ist, ist das kein Detail, sondern das Ausschlusskriterium.

Verzichten musst du deshalb nicht, aber du solltest Nomi.ai anders benutzen als eine EU-Plattform: eigene E-Mail-Adresse, eigenes Passwort, kein voller Name, kein Arbeitgeber, keine Adresse. Das wiegt hier schwerer als anderswo, weil dieses Produkt konstruktionsbedingt behält, statt zu vergessen. Eine Löschung forderst du schriftlich unter Verweis auf Art. 15 und Art. 17 DSGVO.

Vor dem Abschluss: Widerruf, Kündigung und drei Kontrollen

Bei online abgeschlossenen Verträgen über digitale Dienste hast du grundsätzlich 14 Tage Widerrufsrecht. Es erlischt, sobald du im Bezahlvorgang bestätigst, dass die Leistung sofort beginnt und du damit auf den Widerruf verzichtest – eine Checkbox, die praktisch jede Plattform einholt. Lies sie, bevor du klickst. Gerade beim Jahresabo für rund 100 Dollar ist das kein Formalismus.

Kündigung: Für Verträge, die sich an Verbraucher in Deutschland richten, ist ein leicht auffindbarer Kündigungsbutton vorgeschrieben. Ob ein Anbieter aus Maryland das umsetzt, prüfst du im Konto – vor dem Abschluss, nicht danach.

  • Preis im eingeloggten Konto ablesen. Weil Nomi.ai die Tarife nicht öffentlich zeigt, ist der Betrag im Checkout die einzige verlässliche Zahl.
  • Laufzeit bewusst wählen. Das Jahresabo rechnet sich, bindet dich aber zwölf Monate an einen Anbieter mit intransparenter Preisliste.
  • Gratisstufe zuerst ausreizen. Ob das Gedächtnis für dich den Unterschied macht, merkst du nicht am ersten Abend, sondern am dritten Tag.

Fazit

Nomi.ai gewinnt unseren Test, weil es als einziger Anbieter das Versprechen einer fortlaufenden Beziehung technisch einlöst. Wer eine KI-Begleitung über Monate aufbauen will, findet hier das mit Abstand beste Produkt.

Für wen Nomi.ai nicht die richtige Wahl ist

  • Wenn du vor allem Bilder willst. Du zahlst hier für ein Gedächtnis, das du dann kaum nutzt.
  • Wenn EU-Datenschutz Bedingung ist. Maryland bleibt Maryland. Candy.ai, Kupid.ai und JOI.com sitzen in der EU.
  • Wenn du dein Gegenüber sehen willst. Live-Video bedient derzeit nur Xeve.ai.
  • Wenn du dauerhaft nichts zahlen möchtest. Die Gratisstufe ist ein Schaufenster; SecretDesires ist hier die ehrlichere Adresse.
  • Wenn du Preise vor dem Login sehen willst. Daran wird sich nichts ändern.

Zwei Gründe sprechen dagegen: Du zahlst mit einem US-Firmensitz und damit mit schlechterer Durchsetzbarkeit deiner Datenschutzrechte, und du kaufst Preise, die du vorher nicht öffentlich einsehen kannst. Ist dir EU-Datenschutz wichtiger als das beste Gedächtnis, findest du in unserem Ranking eine Übersicht, welche Anbieter ihren Sitz in der EU haben. Wie sich die Abomodelle insgesamt zusammensetzen, steht im Preisratgeber.

Häufige Fragen zu Nomi.ai

Ist Nomi.ai zensiert?

Nein. Nomi.ai führt seine Textgespräche unzensiert, auch bei expliziten Inhalten und Rollenspielen. Das Missverständnis entsteht, weil sich die Plattform deutlich zurückhaltender präsentiert als die klassische NSFW-Konkurrenz – am Modell liegt es nicht.

Was kostet Nomi.ai?

Kann Nomi.ai Sprachanrufe in Echtzeit?

Kann ich bei Nomi.ai mehrere Begleiter gleichzeitig haben?

Unterliegt Nomi.ai der DSGVO?

Wie gut spricht Nomi.ai Deutsch?